Die Zeit um Weihnachten ist die mit Abstand kuscheligste und schönste Zeit des Jahres. Das Holz knistert im Kamin, die Dekoration wird stimmungsvoll, es duftet nach Bratapfel und Nüssen, die Kerzen sorgen für Romantik und die Welt hüllt sich in diese besondere Stimmung – oder in den Weihnachtsstress. Die Vorweihnachtszeit, die Adventstage sind auch die Zeit des Glühweins.

Er ist für viele das Mittel der Wahl, wenn es ums Überleben in der Eiseskälte der Weihnachtsmärkte geht. Er hatʼs aber auch in sich. Am wohlig warmen (bis heißen) Becher kann man sich so wunderbar die kalten Finger wärmen. Beim langsamen Genießen werden quasi alle Sinne angesprochen. Die Nase und Zunge werden im Idealfall von der Aromenvielfalt aus Rotwein und Gewürzen rundum verwöhnt.

Seit wann gibt es den Glühwein und wem haben wir ihn zu verdanken?

Die Wurzeln des Glühweins sind schon im 2000 Jahre alten Rezeptbuch des Apicius als erlesener Würzwein zu finden. Damals kamen demnach auf fünf Liter Wein ein Liter Honig, drei Stangen Zimt, 30 Sternanis, Nelken, Lorbeer, Koriander und Thymian.

Auch die alten Römer waren ein Volk von Genießern und kannten dieses Getränk bereits – und Wein mit Gewürzen kannten die Menschen im Mittelalter gar als Medizin. Erst bei genauerer Betrachtung gab es noch einen weiteren Grund. Damals konnten sich nur die Reichen die Gewürze leisten. Das hatte zur Folge, dass der „Glühwein“ über lange Zeit hauptsächlich bei Fürsten und Königen getrunken wurde. Gewürze in den Wein zu schütten war ein Akt dekadenter Verschwendung – pure Angeberei.

Allerdings kamen die Gewürze in den alten Tagen nicht nur wegen des Geschmacks in den Wein. Der Wein als solcher war damals recht sauer und so versüßte man sich diese Flüssigkeit – auch zur besseren Haltbarkeit. Das, was seit 1500 der Schwefel macht, mussten damals eben Honig und Zucker bewirken.

Glühwein ist nicht gleich Glühwein

Es gibt ihn nicht, „den“ ultimativen Glühwein – die Geschmäcker sind hier so verschieden wie die Inhaltsstoffe. Daher unsere Frage:

Welchen Glühwein könnt Ihr als „Fertigprodukt“ empfehlen oder noch besser, welches Rezept habt Ihr zum Selbermachen für uns?

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