Rotwein wird aus blauen Trauben gekeltert. Bekannteste Rebsorten sind hier Cabernet Sauvignon (wegen seiner Paprika- und anderen kräftigen Würznuancen), Merlot (für sein fruchtiges Bukett) sowie Shiraz (dunkle Waldfrüchte und erdigen Schokoeinflüssen) – wobei in Deutschland der Dornfelder am bekanntesten ist.

Wie wird Rotwein gemacht?

Der entscheidendste Unterschied zur Herstellung von Weißweinen ist die Tatsache, dass das Pressen der Trauben erst NACH der Gärung vorgenommen wird. So bleiben wichtige Inhaltsstoffe, die Farbe, der intensive Geschmack und das Tannin, die in der Beerenhaut stecken, erhalten.

Nach der Traubenlese werden die Beeren von den Stielen getrennt. Nun werden die Beeren „zermatscht“, der Brei wird Maische genannt und beinhaltet Haut, Fruchtfleisch, Kerne und eventuell Stielreste. Anschließend wird die Maische komplett vergoren. Hefe beginnt Zucker in Alkohol umzuwandeln, der schließlich das, was den Wein auszeichnet, herauslöst. Die entstehende Kohlensäure „schiebt“ die festen Maischebestandteile als Tresterhut im Gärbehälter an die Oberschicht. In diesem Tresterhut befinden sich die konzentrierten und entscheidenden Inhaltsstoffe des späteren Weines, die der Kellermeister daher herauslöst.

Feinschliff bekommt der Wein bei der Reifung in Stahltanks, den klassischen Barriquefässern oder herkömmlichen Holzfässern.

Lagerfähigkeit von Rotweinen

Mit der Flaschenabfüllung ist die Reifezeit eines Rotweins noch nicht abgeschlossen, denn ein Rotwein entfaltet über die Jahre hinweg seinen Geschmack.

Dokumentationen belegen übrigens, dass es Pressanlagen gibt, die 8.000 Jahre alt sein sollen. Während der Antike galt Rotwein auch als Heilmittel und wurde beispielsweise von Hippokrates zur Herz-Kreislauf-Behandlung verordnet.

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