Mit netten Gästen machen sie richtig Spaß und sorgen für viel Gesprächsstoff

Natürlich gibt es objektive Kriterien, um die Qualität eines Weines zu beurteilen. Aber ob ein Wein letztlich dem, der ihn im Glas hat, wirklich schmeckt, das steht auf einem ganz anderen Blatt. Beim Weingenuss geht Probieren über Studieren – und die angenehmste Art, Wein zu probieren, ist sicherlich eine Weinprobe. Winzer und Weinhändler organisieren Probierveranstaltungen regelmäßig, um ihren Kunden neue Jahrgänge, Rebsorten oder auch neue Weingüter vorzustellen.

Es gibt aber auch Weinproben jenseits aller kommerziellen Erwägungen. Man kann nämlich auch ganz privat, daheim mit guten Freunden, wundervolle Verkostungsabende organisieren. Was man dafür braucht? Ein Motto, nette Gäste, viele Gläser, Wasser, Brot und natürlich Wein. Wer die Regeln nicht allzu streng auslegen möchte, der kann auch Käse, leckere Häppchen oder andere Snacks besorgen. Man sollte dann allerdings darauf achten, dass das Ganze nicht allzu kräftig und würzig ausfällt. Schließlich sollen die Geschmacksnerven ja für den Wein geschont werden.

Eine Weinprobe steht und fällt mit dem Motto. Eine „Rotwein“-Verkostung? Lieber nicht, dieses Thema wäre vielleicht doch zu umfassend und zu allgemein. Stattdessen könnte man sich Rotweine aus einem bestimmten Anbaugebiet vorknöpfen. Aus Baden zum Beispiel, aus der Provence oder aus Spanien. Oder man wagt sich an Länder heran, die sich wegen der politischen Vergangenheit in Europa erst jetzt langsam einen Namen auf dem westlichen Markt machen können. Rumänien und Bulgarien wären da spannende Kandidaten, auch Ungarn ist nicht uninteressant. Natürlich kann sich eine Weinprobe auch um eine bestimmte Rebsorte ranken. Oder man vergleicht Weine eines bestimmten Jahrgangs – erlaubt ist, was gefällt. Überraschungen sind programmiert, wenn Weine aus stark unterschiedlichen Preisklassen verkostet werden. Das wäre ein Fall für eine Blindverkostung. Das Etikett wird mit einer Nummer überklebt und das Preisgeheimnis erst am Ende gelüftet.

Grundausstattung für eine Weinprobe sind Stift und Papier, damit die Tester sich Notizen machen können. Für jeden Wein ein frisches Glas wäre prima. Tipp am Rande: Gläser kann man leihen, sonst hilft leider nur Spülen. Zum Neutralisieren des Geschmacks sollten Wasser und einfaches Brot bereitstehen. Ciabatta oder Stangenbrot wären ideal.

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