Wer an Weine aus Südamerika denkt, der denkt an die Spitzenweine aus Chile oder auch an den Wein aus Argentinien. Dabei werden die qualitativ hochwertigen Weine aus Uruguay gerne mal übersehen. Das ist schade, denn Uruguay kann auf eine lange Tradition im Weinbau zurückblicken und bis heute werden in den fünf Weinanbaugebieten erstklassige Weine gekeltert.

Uruguay ist, was den Weinbau angeht, so etwas wie ein Spätzünder, denn im Vergleich zu den anderen Ländern in Südamerika wurde in Uruguay, genauer gesagt in der Nähe der Hauptstadt Montevideo, Wein erstmals am Ende des 19. Jahrhunderts angebaut. Es war ein Spanier, der die ersten Reben gepflanzt hat. Diese Reben der Sorte Tannat stammten noch von Einwohnern aus dem Baskenland, die sich einige Jahre zuvor eher glücklos mit dem Anbau von Wein beschäftigt haben. Heute macht die Tannat Traube ein Drittel der Anbaufläche in Uruguay aus.

Im 20. Jahrhundert kamen Einwanderer aus Italien ins Land und brachten aus ihrer Heimat Rebsorten wie den Barbera und den Nebbiolo mit. Heute haben aber auch bekannte Sorten wie der Merlot, der Sauvignon, der Cabernet Franc, der Gewürztraminer und auch der Sémillon und der Chardonnay ihren Platz gefunden. Vor allem im Süden, im Südwesten und auch im Norden von Uruguay wird aktuell Wein angebaut, besonders die Rebfläche am Rio de la Plata gehört zu den Anbaugebieten, die für sehr gute Weine bekannt ist. Selbst in den heißen Regionen am Rio Negro wachsen hervorragende Weine, die sogar international Beachtung finden.

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