Spanien ist nicht nur das größte Weinland Europas, sondern der ganzen Welt: Über eine Million Hektar Anbaufläche stehen den Winzern und ihren Bodegas zur Verfügung – und sie wissen sie gut zu nutzen. Der Weinbau ist für die iberische Halbinsel sogar so wichtig, dass es ohne ihn sehr schlecht um die spanische Wirtschaft bestellt wäre. Weinland Spanien garantiert: Königliche Tropfen im ganz großen Stil.

Gut 50 Prozent der spanischen Weine werden aus roten Trauben gekeltert – allen voran steht dabei die Sorte Tempranillo. Sie ist die Grundlage für den berühmten Rioja-Rotwein, der in aller Regel mit den Sorten Garnacha und Marzuelo verschnitten wird. Weißwein spielt zwar mengenmäßig eine Rolle, qualitativ jedoch können die meisten Tropfen mit den roten Spaniern nicht mithalten. Die Rebsorte Airén ist eine spanische Spezialität, die auf riesigen Flächen kultiviert wird. Wird sie solo gekeltert, ergibt sie einen wenig bemerkenswerten Tropfen. Dank ihres hohen Alkoholgehalts ist sie jedoch äußerst populär als Bestandteil von Verschnittweinen, und das auch weit über die Grenzen Spaniens hinaus. Ihr Anbau ist bis heute eine der Säulen des spanischen Weinbaus, tendenziell geht die Bedeutung der Airén-Reben jedoch langsam zurück.

Nicht nur auf dem Festland, auch auf den Inseln wird Wein angebaut. Mallorca etwa nutzt sein einzigartiges Mikroklima und kultiviert neben bewährten Klassikern auch autochthone mallorquinische Rebsorten wie etwa die Premsal Blanc. Königliche spanische Spezialitäten finden sich darüber hinaus im Grenzgebiet Jerez, aus dem der Sherry stammt. Und auch die Cava-Produktion ist eine der Perlen des spanischen Weinbaus. Guter Cava braucht keinen Vergleich mit Prosecco und Sekt zu scheuen.

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