Diese stolze Rebsorte hat ihre „Seele“ in Piemont und sorgt hier dafür, dass sie sich in einem berühmten Barolo oder Barbaresco kraftvoll und etwas einnehmend entfaltet. Die Nebbiolotraube ist edel und alles andere als zurückhaltend, sie steht gerne im Mittelpunkt. Im Alter sorgt sie für die teuersten Weine der Welt, während sie in ihrer Jugend unangenehm streng und unzugänglich ist. Wein aus der Nebbiolo verlangt ein gutes Händchen, Erfahrung – und vor allem Geduld. Dass das unerlässlich ist, beweist die Tatsache, dass ein Barolo (ebenso wie der Barbaresco) eine vorgeschriebene Mindestlagerzeit hat, bevor er verkauft werden darf. Ein Nebbiolowein muss also lange reifen, behält dann aber auch lange eine stabile, sichere Qualität – wenn er denn den klimatischen Verhältnissen des jeweiligen Jahres gut gewachsen war.

Auch ein Valtellina und Gattinara sind sortenreine, also nicht verschnittene Weine, allerdings mit deutlich weniger Beachtung.

Mit einer entsprechenden Maischtechnik ist es auch möglich, Weine auszubauen, die auch in jungen Jahren ein Genuss sind. Aber ist es dann noch ein Nebbiolo?

Geschmack und Bukett

Ein Nebbiolowein besitzt außerordentlich viel Tannin, ist sehr trocken und durch den Geschmack von Veilchen, Feigen, Leder, Teer, Trüffel und Dörrobst geprägt.

Synonyme

Keine.

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