Der Iran und der Wein – passt das überhaupt zusammen? Es passt, und wer im Iran einen kleinen Exoten unter den Weinbauländern sieht, der liegt falsch. Wenn es um die Größe der Rebenanbaufläche geht, dann liegt der Iran sehr weit vorne.

Das immer sonnige Klima begünstigt den Weinanbau. Aber das, was an Wein produziert wird, geht bis auf eine geringe Menge alles ins Ausland. Denn, der Iran ist ein sogenannter Gottesstaat und somit ist das Trinken von Alkohol nach dem islamischen Glauben unter Strafandrohung verboten.

Das war aber nicht immer so, denn wenn man antiken griechischen Schriften glauben darf, dann wurde am Königshof fröhlich und viel gezecht. Die Trauben für den süßen Rotwein, den die damaligen Herrscher gerne tranken, stammte aus der Shiraz Traube, einer Rebsorte, die zu den ältesten Sorten der Welt gehört.

Heute führt der Iran seine Shiraz Traubenernte ins Ausland ab, um sie dort veredeln zu lassen und macht damit ein gutes Geschäft. Da die Shiraz Traube eine hervorragende Qualität hat und sehr begehrt ist, reißen sich die bekannten Weinanbaugebiete der Welt um diese Veredlung. In der Regel ist es aber Australien, das in den Genuss der seltenen Shiraz Traube kommt. Weinkenner sind überzeugt, dass es die Exotik ist, die diese Traube so begehrt macht, denn das 1001 Nacht Image der dunkelroten Traube ist nicht abzustreiten.

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