Ghana trägt den schönen Beinamen „Die Goldküste“ und tatsächlich gehört Gold zu den wertvollsten Bodenschätzen des westafrikanischen Landes. Mit über 25 Millionen Einwohnern gehört Ghana zu den größten Ländern auf dem afrikanischen Kontinent und bietet seinen Besuchern unter anderem Traumstrände am Golf von Guinea. Wer als passionierter Weintrinker nach Ghana kommt, der muss allerdings umdenken, denn Wein spielt in Ghana keine Rolle.

Ghana war im 18. Jahrhundert eine Kolonialmacht, denn die hohen Goldvorkommen lockten Schweden, Niederländer, Portugiesen, Deutsche, Dänen und vor allem Engländer ins Land, die sich um die Nutzung der Goldminen stritten. Die Oberhand gewannen schließlich die Briten, die bis 1946 die Kolonialherren in Ghana waren. Da Großbritannien sich nicht unbedingt als Weinnation einen Namen gemacht hat, kam auch in Ghana keiner auf die Idee, dort Rebflächen anzulegen. Getrunken wurde importiertes Bier aus England. Heute stellen die Ghanaer ihr eigenes Bier her und setzen dabei auf das herbe Lager Bier.

Wer bei einem Besuch in Ghana Wein trinken will, der muss mit dem beliebten Palmwein vorlieb nehmen, der rund 7% Alkohol hat. Ebenfalls beliebt ist Pito, ein Wein aus Hirse, der nur Wein heißt, im Geschmack aber überhaupt nicht an Wein erinnert, wie man in sonst kennt. Weine aus Ingwer und auch aus Mais, der sogenannte Asaana sind perfekt, wenn es um eine alkoholfreie Variante des Weins aus Ghana geht.

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