Wahrlich eine „Welttraube“ unter den weißen Weinen und Rebsorten ist der Chardonnay. Dass der Chardonnay, der seine Ursprungswurzeln im Burgund hat, international so bekannt und beliebt ist, liegt an seiner Bescheidenheit. Denn die Trauben kommen ebenso gut im heißen Südafrika wie im nasskalten Deutschland zurecht, er entwickelt eben „nur“ regionale, geschmackliche Besonderheiten und Unterschiede. Auch die Weinbauländer der „Neuen Welt“ wissen Chardonnay zu schätzen und zu vermarkten.

Geschmack und Bukett

Insgesamt zeigen sich Weine aus der Chardonnay-Traube als recht hochwertig und verstehen es, sich entsprechend dem regionalen Anbaucharakter zu präsentieren. Ein Chardonnay ist stets Botschafter seiner Heimat. Allgemeinhin hat er einen Alkoholgehalt von 13 % und ist als Weißwein eine Ausnahme, was seinen Ausbau im Eichenfass anbetrifft. Geschmacklich zeigt sich der Chardonnay in leichtem Körper mit buttrigen, zitronigen Aromen, ohne seine sanfte Nussnote leugnen zu können. Chardonnays aus Burgund kommen mit einem deutlichen Barrique-Bukett und zuweil rauchigem Aroma. Der Chardonnay als Spätlese besitzt ausgezeichnete Edelfäule.

Insgesamt zeigt sich der Chardonnay als würziger Weißwein mit deutlichem Charakter.

Als Speisebegleiter passt er sehr gut zu Fisch und Fleisch.

Synonyme

Dem Chardonnay hängen noch immer viele Synonyme nach – wobei die meisten „dank“ der Gentechnik als eigenständige Rebsorten identifiziert wurden – wirklich als Synonym anerkannt ist im deutschsprachigen Raum nur Morillon.

Verwendet werden leider immer noch häufig Arboisier, Auvernas, Auxerras, Beaunois, Breisgauer Süßling, Burgundi Feher, Chardonnet, Gelber Burgunder, Gelber Weißburgunder, Gentil Blanc, Große Bourgogne, Klevner, Petit Chatey und zahlreiche andere.

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